Zutaten Bio-Beere: Amaranth, Quinoa, Johannisbeere 15%, Aronia 10%, Orange 5% (alle aus kontrolliert biologischem Anbau) Inhalt: 500 g
Rolf Ehlers
Entwicklungsleiter:
Sie haben die Wahl unter zwei Sorten mit
allen Zutaten aus kontrolliert rein biologischem Anbau. Die Basis aller
Sorten besteht aus den Samen der - glutenfreien - Scheingetreide
Amaranth und Quinoa, die wir allerdings aus Peru und Bolivien auch nur
als reine Bio-Ware beschaffen.
Ich
habe vor einigen Jahren eine grundlegende Entdeckung gemacht, die mich
zur Entwicklung der AMINAS® Vitalkost geführt hat. Nachfolgend versuche
ich, in verständlichen Worten darzulegen, worum es dabei im Einzelnen
geht und warum die Umstellung auf diese neue Kostform nach meiner gut
vermittelbaren Überzeugung entscheidende körperliche und mentale
Vorteile bringt. In aller Kürze vorweg die beiden "Säulen", auf denen
AMINAS steht:
1.
Die bessere körpereigene Bereitstellung des bei vielen Menschen
knappen, für den Organismus aber unverzichtbaren Neurohormons, des
"Wohlfühlhormons" S e r o t o n i n .
2. Die bessere tägliche Versorgung des Menschen mit der Fülle der Vitalstoffe aus
n a t i v e r Nahrung.
Beide
Vorgänge haben für sich große Bedeutung. Die Nutzung nativer Nahrung
zumindest einmal am Tag auf leeren Magen ist der von mir entdeckte nach
meinem Dafürhalten sichere Wege zur körpereigenen Synthese des
zerebralen Serotonins.
Zutaten:
(1) schonend getrocknete und
hochfein vermahlene Pflanzenmehle, voran immer aus Amaranth und Quinoa,
in einigen Sorten aus vielen weiteren Ausgangsstoffen,
(2) sog. Flakes, die ohne hohe Temperatureinwirkung aus Amaranth- und Quinoasamen durch mechanische Quetschung entstehen,
(3)
zu geringen Inhaltsprozenten in hoher Hitze hergestellte Amaranth-Pops
(vergleichbar den Maiskornpops, wie sie in den Kinos verkauft werden)
und
(4) in einigen Sorten enthaltene Beeren und Früchte, die unter Hitze von über 100 ° C walzen- oder sprühgetrocknet sind.
Pops
und Flakes aus Amaranth und Quinoa Flakes sind in die anderen
gemahlenen Zutaten in leistungsfähigen Mischmaschinen so eingemischt,
dass sie in der ganzen fertigen Mischung vollständig homogen verteilt
sind, wie das keine Haushaltsmaschine je könnte. Sie bilden einen für
den Erhalt der Konsistenz der Mischung unerlässlichen Puffer, ohne den
die Mehle durch die beim notwendigen wiederholten Öffnen und Schließen
der Dose eindringende Luftfeuchte bei längerer Lagerung miteinander
verbacken (sintern) würden.
Die Mischung aus roh und
hochfein vermahlenen, durch Quetschung grober strukturierter und
einiger hitzebehandelter Zutaten ist so wie sie aus der Dose kommt,
komplett geeignet, nur mit zwei Gläsern Wasser oder Saft verzehrt zu
werden. Diese Mischung lässt sich ohne Verklumpen leicht verrühren. Sie
ist nach unserem Dafürhalten auch - anders als bloße rohe Mehle - als
Lebensmittel erkennbar und akzeptierbar. Mischt man nur Mehle
miteinander, steht man einen Schritt vor der Realisierung der
schrecklichen Zukunftsvision der "Pille zum Essen."
Kurz gefasst sind es zwei sich zeitlich überschneidende physiologische Vorgänge, die nach unserem Wissen durch den Verzehr der AMINAS® Vitalkost auf den leeren Magen eintreten. Sie führen nach unserer Annahme in der Regel unweigerlich dazu, dass das Neurohormon Serotonin im Nervenwasser auftritt (s.u.).
Es ist dies zum einen die Verbesserung des Übertritts des Hauptbausteins von Serotonin, der Aminosäure L–Tryptophan, durch die Blut-Hirn-Schranke in die Nährlösung des Gehirns.
Zum anderen ist es die Lockung des Einsatzes von Serotonin als Esshormon zum zentralnervösen Abstellen des Hungers. Letzteres geschieht durch Signale aus dem Dünndarm über die ungewöhnlich intensive und schnelle Verdauung der AMINAS® Vitalkost.
Nach den in der Ernährungswissenschaft und in der Endokrinologie auf der Basis biologischer und neurobiologischer Forschungen gesicherten Erkenntnissen ist die Versorgung des menschlichen Gehirns mit dem zentralsten aller Neurohormone, dem „Wohlfühlhormon“ Serotonin sehr oft unzureichend, oft sogar chronisch (vgl. z.B. PD. Dr. Alexander Römmler, „Das Serotonin-Defizit-Syndrom", Zs.f.Orthomol.Med. 2005; 3; 15-18). Dass dieses Neurohormon so häufig vielen Menschen fehlt, sieht man sehr deutlich an der großen Zahl der ärztlichen Verschreibungen von Psychopharmaka, die vorwiegend durch die Hemmung des Rückbaus von Serotonin in den Körper das vorhandene Defizit an Serotonin kaschieren sollen (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer).
Das Hormon Serotonin wird im Körper außerhalb des Gehirns als Gewebehormon in einer Menge von 10 mg am Tage gebraucht, besonders in der Lunge, beim Aufbau der Blutplättchen und im Darmtrakt. Getrennt davon durch die Blut-Hirn-Schranke wird im Gehirn wie gesagt die weit geringere Menge von bloßen 0,1 mg Serotonin am Tage benötigt. Auf sie kommt es aber ganz besonders an. Die Serotoninmenge im Körper zu messen erlaubt auf keine Weise Rückschlüsse auf den Serotoningehalt im das Gehirn umgebenden Nervenwasser.
Es entspricht allgemeiner Auffassung, dass sich das zerebrale Serotonin in gewissem Umfang vermehrt beim Aufenthalt im Freien, besonders bei Sonnenschein und bei der Bewegung in frischer Luft bildet – aber eben sehr häufig in nicht in ausreichender Menge. Festgestellt hat man auch, dass es sich in Herbst und Winter und im Norden schlechter bildet als im Frühjahr und Sommer und im sonnigeren Süden. Man spricht daher auch von Herbst- und Winterdepresssionen und kennt ein Nord-Süd-Gefälle bei der Suizid-Häufigkeit. Serotonin ist ja u.a. auch als das Suizid-Kontrollhormon bekannt.
Sicher kann man nachvollziehen, dass die Synthese heutzutage nicht besonders erfolgreich sein kann, wenn es doch für Pflanzenfresser normal ist, jeden Tag mit fein vermahlener roher Pflanzenkost zu beginnen, die ganz leicht den Tagesbedarf an zerebralem Serotonin weckt wie nachfolgend aufgezeigt wird.
Ergänzend zu erwähnen ist, dass in bescheidenem Maße Serotonin auch gelockt wird durch den Verzehr von Schokolade und Bananen, wohl weil beide mehr vom Hauptbaustein für Serotonin, der essenziellen Aminosäure L-Tryptophan, ins Blut bringen. Aber selbst das zweimalige Schlucken von L-Tryptophan-Tabletten am Tag mit der phantastisch hoch anmutenden Ladung von 500 Milligramm oder von 5-HTP, eines chemischen Zwischenschritts auf dem Weg zum Hormon selbst, zeigt nur sehr geringe positive Wirkung. Man soll nach Meinung von Experten mehrere Wochen lang diese Produkte schlucken, bis eine Wirkung eintritt.
Wer den komplizierten Weg des Hauptbausteins L-Tryptophan durch den Körper kennt (s.u.), versteht, dass auch Ausdauertraining unter günstigen Bedingungen i(s.u.) zu einer Erhöhung des Serotoninspiegels im Nervenwasser beiträgt – und nicht nur eine Ausschüttung von Endorphinen. Die Wirkung der Endorphine ist nämlich zeitlich sehr begrenzt, während Serotonin die sehr lange Halbwertzeit von 21 Stunden hat. Viele Ausdauersportler verfolgen ihren Sport mit einer Intensität, die verwundern kann. Die Weckung des zerebralen Serotonin mit der Verbesserung der ganzen Lebensstimmung ist ganz offenbar der Grund dafür.
Aus meinen nachfolgenden Darlegungen wird deutlich, dass die Menschen in ihrer großen Zahl dauerhaft an der Unterversorgung mit dem zerebralen Serotonin leiden, seit sie in Urzeiten davon abgegangen sind, auf den leeren Magen rohe Pflanzenkost zu verzehren und diese fein zu vermahlen und mit viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen.
Das zerebrale Serotonin ist in seiner Doppelfunktion als Hormon und als Botenstoff der unverzichtbare Steuerstoff für die Funktion der fundamentalsten und zugleich der delikatesten menschlichen Aktionen, nämlich für alles Denken, Fühlen und Handeln. Bei der AMINAS® Vitalkost geht es um dieses Lebenselixir, also um weit mehr als „nur" die Versorgung des Körpers mit Energie, Aufbau- und Hilfsstoffen. Die AMINAS ® Vitalkost ist kein Nahrungsergänzungsmittel, sondern ein unverfälschtes Lebensmittel, das unseren Körper versorgt, indem durch seinen Verzehr neben anderen ernährungsbedingten Vorteilen der körpereigene Aufbau des für unser Leben unverzichtbaren Neurohormons Serotonin gefördert wird.
Serotonin ist das vielseitigste aller Neurohormone mit einer großen Fülle höchst eigener Aufgaben. Es ist nicht nur das Wohlfühlhormon, sondern ebenso Anti-Stress-Hormon und Kontrollhormon für Essen, Wachen und Schlafen, Temperatur- und Schmerzempfinden, sowie die Impulsregulation wie auch die Sexualität. Als solches hat es Auswirkungen auf Ängste, Zwänge, Phobien, Manien, Süchte und Suizidalität. Da es besonnen und tolerant macht, nennt man es zutreffend auch beim schönen Namen Sozialhormon.
Stressbewältigung
Durch seine Fähigkeit, die Stresshormone Adrenalin, Cortisol und CDH zurückzudrängen, ist Serotonin als einziges bekanntes Hormon in der Lage, die gefürchtete „Stresskaskade“ zurück zu drängen. Unbewältigter Stress ist bekannt als Auslöser vieler Störungen und Krankheiten, allen voran der Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt. All dies hängt mit „dran“ an den Wirkungen dieses wohl wichtigsten aller Neurohormone.
Die hormonelle Balance im Gehirn
Das Kontrollhormon Serotonin moduliert den Aufbau und die Arbeit wichtiger zerebraler Leistungshormone wie des Gedächtnishormons Acetylcholin, des Glückshormons Dopamin (vgl. Lombard und Renna, Das Body & Brain Programm, Goldmann 2005) und der weiblichen und männlichen Sexualhormone.
Erst 1948 wurde Serotonin entdeckt, erst in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde es weitgehend erforscht („Hormon der 90er“). Aber es ist nach heutigem Wissen das älteste Hormon der Welt, das schon bei den Chordaten und Ammoniten seine Arbeit versah. Bezeichnenderweise bildet sich im Embryo das serotonerge System als Erstes aus.
Serotonin ist im zentralnervösen System aber nicht nur das Schlüsselhormon. Es ist daneben ein unverzichtbarer Transmitter, auch Botenstoff genannt. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Allgemein unverzichtbare Funktion der Neurohormone
Um richtig begreifen zu können, welch unerhörte Bedeutung die richtige Versorgung unseres Zentralnervensystems mit den Neurohormonen, voran Serotonin, hat, muss man sich klar machen, wie unverzichtbar sie für die Funktion von Denken, Wahrnehmen, Fühlen und Handeln sind.
Nachfolgend zeige ich anhand des Sonderfalls des Einschlafens, wie das Vorhandensein des Wach- und Schlafkontrollhormons Serotonin entscheidend dafür ist, überhaupt Wachheit empfinden und Schlaf einleiten zu können. Ganz gleich ist es mit dem Glückshormon Dopamin. Ohne seine Aktivierung erlebe ich keine Glücksgefühle. Auch hier spielt Serotonin eine maßgebende Rolle, weil in seiner Abwesenheit kein Dopamin gebildet wird. Positives Denken kann indes zur Aktivierung von Dopamin führen und Glück und Erfolg im Leben begünstigen. Das setzt aber voraus, dass man ausreichend mit den Neurohormonen Serotonin und Dopamin versorgt ist. Herbeibeten kann man Hormone nämlich nicht.
Besonders anschaulich beschreibt Prof. Dr. Gerald Huether die zentrale Rolle des Transmitters Serotonin: Das menschliche Gehirn besteht aus einer großen Zahl räumlich getrennter, regionaler Netzwerke, in denen zugleich seriell und parallel alle zentralnervösen Informationen verarbeitet werden. Diese Netzwerke sind strukturell vielfach miteinander verschaltet, so dass die Abläufe in einem Netzwerk auch auf die Vorgänge in anderen Netzwerken einwirken. Eine hierarchische Struktur hat das Gehirn aber nicht.
Mehr oder minder arbeiten die lokalen Netzwerke im Gehirn nur an ihren eigenen Aufgaben und nicht im Interesse der Koordination ihrer Tätigkeiten. Darüber hinaus werden aber alle diese lokalen Aktivitäten durch übergreifende Transmittersysteme mit weitreichenden Projektionen kontrolliert und aufeinander abgestimmt. Unter diesen Systemen ist das serotonerge System ganz besonders effektiv. Ausgehend vom Mittelhirn ziehen sich die Fortsätze seiner Nervenzellen wie ein riesiger „Projektionsbaum“ in alle Areale des Gehirns. An ihren Enden, den Präsynapsen, schütten sie 3 bis 5 mal in der Sekunde (!) ihren Botenstoff Serotonin aus, der den Erregungszustand der nachgeschalteten Nervenzellen beeinflusst. Damit übt das serotonerge System einen jederzeit präsenten großen Effekt der Globalisierung und Harmonisierung auf alle Aktivitäten in den getrennt operierenden lokalen Netzwerken aus. Nur während des Tiefschlafs ruht die Aktivität dieses serotonergen Systems
Glücklicherweise benötigt der Mensch durchschnittlich zentralnervös nur 0,1 mg Serotonin am Tag. Diese geringe Menge ist leicht aufzubauen. Glücklicherweise hat dieses Hormon auch die lange Halbwertzeit von 21 Stunden, so dass eine einmalige Synthese am Tage regelmäßig für eine stets ausreichende Verfügung über einen ganzen Kalendertag und hinaus ausreicht - aber eben nicht nur für die Hungerkontrolle, sondern zugleich für die große Fülle seiner anderen Aufgaben.
Die Mischungen der AMINAS® Vitalkost bestehen aus den ganzen essbaren Teilen jeweils mehrerer gut bekömmlicher und vitalstoffreicher pflanzlicher Zutaten ohne zugesetzte Wirkstoffe. Ihre Bestandteile sind nach der Ernte in rohem Zustand schonend getrocknet und mit Ausnahme der enthaltenen Flakes und Pops faserfein vermahlen. Einige enthaltene Flakes und Pops sind in ihrer Herstellung kurzzeitig einer Hitzebehandlung ausgesetzt. Sie dienen vorwiegend der Erhaltung der Konsistenz und der Homogeneität der Mischungen über längere Zeiträume trotz häufigen Öffnens und Schließens der Behältnisse. Sie dienen aber auch der besseren Akzeptanz als Lebensmittel und sorgen für eine bessere Verträglichkeit.
Alle Sorten der AMINAS Vitalkost bestehen nur zur Hälfte aus rohen Mehlen. Der Rest ist k e i n e Rohkost - und das aus drei sehr wichtigen Gründen:
E r s t e r G r u n d: P h y t i n s ä u r e
Die meisten Menschen können nur eine sehr kleine Menge an rohen Pflanzenmehlen in einer Mahlzeit vertragen. Ein ganzer Esslöffel roher Mehle überfordert die meisten Menschen bereits erheblich. Der Grund dafür liegt in der Wirkung der in jeder rohen Pflanzennahrung enthaltenen
P h y t i n s ä u r e.
Aus dieser entwickelt sich im Verdauungsvorgang der Stoff Phytat, der nur in kleinen Mengen unbedenklich ist. Phytat ist das Gift, das die Pflanzen benutzen, um Fressfeinde fern zu halten. Es bindet auf unlösliche Weise wichtige Mineralstoffe aus der Nahrung, insbesondere die u.a. für den Aufbau des Hormons Serotonin unverzichtbaren Mineralien Eisen und Zink. Neben der häufigen Glutenunverträglichkeit ist der hohe Gehalt an Phytinsäure in Weizen ein weiterer tragender Grund, weshalb wir uns beim Aufbau der AMINAS-Mischungen nicht mit diesem sonst so wertvollen Getreide abgegeben haben. Amaranth und Quinoa enthalten zwar nur Bruchteile davon, aber immerhin noch so viel, das sie selbst nach den Verlusten an Phytinsäure durch Trocknen und Vermahlen so viel davon beinhalten, dass wir mehr als die knapp 4 g an fein vermahlenen Mehlen aus Amaranth und Quinoa, die sich auf einem Esslöffel der AMINAS - Sorten befinden, nicht als eine für jedermann geeignete Menge ansehen. In mehreren Fällen hat sich sogar gezeigt, dass Konsumenten nur einen halben Esslöffel AMINAS vertrugen. Wegen der immensen Vergrößerung der Lebensmitteloberfläche durch die hochfeine Vermahlung -s.u. meine Ausführungen zum Wert nativer Kost - gibt es aber auch bei der Nutzung nur eines Teelöffels unserer Mischungen in diesen Fällen keine Minderung der angestrebten Wirkungen.
In den Amaranth- und Quinoa-Flakes sind natürlich weitere Anteile an Phytinsäure enthalten, diese kommen aber nicht in der entscheidenden ersten Verstoffwechslungsphase zum Tragen. Denn zunächst durchlaufen die fein vermahlenen Mehle in wässriger Nährlösung den ganzen Dünndarm und werden dort in kurzer Zeit metabolisiert. Die festeren Stoffe werden erst im Magen zerkleinert und kommen erst viel später zum Zuge. Sie enthalten natürlich auch Vitalstoffe wie viele Vitamine, die beim Quetschen der Samen und selbst beim Herstellen der Amaranth-Pops nur teilweise zerstört wurden.
Z w e i t e r G r u n d: S a p o n i n e
In diesem Zusammenhang sind die kluge Frage eines Kunden und unsere Antwort sicherlich von Interesse. Dieser aufmerksame Kunde weist uns darauf hin, dass bekannt sei, dass
S a p o n i n e
aus der Samenschale von Quinoa die Darmschleimhaut reizen und Blutzellen schädigen könnten, sodass Allergene und Schadstoffe die Darmwand passieren und ins Blut gelangen könnten. Diese Gefahr kennen wir indes
und haben vorgebeugt.
Ob die Saponine in Quinoa ein Risiko darstellen, hängt nämlich davon ab, in welcher Dosis es zur Verstoffwechslung kommt. Darauf nehmen wir Einfluss durch die Wahl saponinarmer Pflanzensorten und der Wahl unterschiedlicher Strukturen von Mehl und Flakes.
Wir verwenden Quinoa zum einen als Mehl, das in wässriger Nährlösung alsbald nach dem Verzehr zur Verstoffwechslung ansteht. Ferner ist es als sog. Flakes (gequetschte Samen) enthalten, die erst nach längerem Verbleib im Magen in den Darm durchgelassen werden. Damit sichern wir, dass nicht zu einer Zeit zuviel davon in den Körper kommt. Zudem raten wir, die AMINAS Vitalkost regelmäßig nur in kleinen Portionen zu verzehren (1 EL). Quinoa, das wir verwerten, ist zudem immer gründlich, wenn auch nur schonend gewaschen (reichlich warmes Wasser). Starke mechanische Beanspsruchung beim Waschen wird vermieden, weil sonst die Mikroorganismen unter dem Spelz und ihre wertvollen Absonderungen beseitigt würden. Sie sind nämlich eine der wenigen zuverlässigen Quellen für Vitamin B 12.
Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen raten wir davon ab, Quinoa in der Säuglingsernährung (bis zur Erreichung des 1. Lebensjahres) einzusetzen. Dies ist schon deshalb richtig, weil Säuglinge noch keine Rohkost vertragen. Mit entscheidend für diesen Rat ist aber der - wenn auch geringe -Saponingehalt.
Quinoa ist im Übrigen neben Amaranth in den Sorten der AMINAS® Vitalkost ungemein wichtig. Beide sind fast unverzichtbar sind, zumal sie kein Klebereiweiß (Gluten) enthalten. Ein ganz wichtiger Aspekt ist der insgesamt sehr hohe Eiweißgehalt der Samen dieser Scheingetreide, wobei Amaranth der Spitzenreiter mit 18 % ist. Quinoa enthält 14%. Der Grund dafür ist der relativ große Keimling und kleine Stärkekörper des Korns. Gerade in der Mischung von Amaranth und Quinoa ergibt sich ein Eiweiß von besonders hoher Wertigkeit. Amaranth und Quinoa weisen auch sehr hohe Werte an wertvollen ungesättigten Fettsäuren auf. Beim Mineralstoffgehalt nehmen Quinoa und Amaranth ebenfalls eine Spitzenstellung ein. Der hohe Gehalt an Magnesium, Kalzium, Zink und Eisen machen die beiden Pseudogetreide zu diätetisch wertvollen Nahrungsmitteln. Bemerkenswert ist auch der hohe Gehalt an Kieselsäure, die für den Aufbau von Knochen und Stützgewebe notwendig ist.
Berichtet wird, dass Saponine bei geringer Dosis eine blutverdünnende Wirkung haben, die aber so gering ist, dass sie außer Kalkül bleiben kann. Bluter (Hämophile) wissen regelmäßig um die Notwendigkeit, keine größeren Mengen an Saponinen aufzunehmen und wissen auch, in welchen Pflanzen sie besonders stark vorkommen.
Saponine sollen auch wertvolle antibiotische und immunstimulierende Wirkungen haben. Saponine finden daher in der Medizin Verwendung bei der Schleimlösung, als Venenmittel, als harntreibendes Mittel und als patentes Geriatrikum.
D r i t t e r G r u n d : F r u k t o s e
Der Umstand, dass die Früchte und Beeren in unseren Mischungen hitzebehandelt und daher nicht roh sind, macht die Mischungen für die vielen Menschen mit Problemen bei der Verwertung von
F r u k t o s e
gut nutzbar, während sie rohe getrocknete Früchte einfach nicht vertragen.Die Hälfte aller Menschen in unseren Breiten haben eine dosisabhängige Fruktoseunverträglichkeit. Mehr als 25 mg am Tag vertragen sie nicht. Wird diese Dosis überstiegen drohen schwere Darmstörungen verschiedenster Art von Bauchkrämpfen bis zur Beschädigung der Darmbarriere ("Leaky Gut Syndrom"). Daher heißt es zu Recht, dass der Darm schon beim dritten rohen Apfel rebelliert. Klar, denn ein Apfel hat durchschnittlich an die 12 mg Fruktosezucker. Die Hitzebehandlung der Früchte in der AMINAS Vitalkost hat den Vorteil, dass die Hitze erhebliche Teile der Fruktose abbaut.
Rolf Ehlers
Entwicklungsleiter
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